Akne

 

Akne ist nicht nur ein kosmetisches Phänomen, welches „eben zur Pubertät gehört“. Eine ausgeprägte Akne stört empfindlich die soziale Interaktion und das Selbstwertgefühl vieler Jugendlicher und hinterlässt im Extremfall neben körperlichen Narben auch psychische Spuren für ein ganzes Leben.

Nehmen Sie das Problem Ihres Kindes daher bitte ernst, es gibt heute eine Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten, keiner muß mit einer schweren Akne leben.

 

Ursachen: Mit den hormonellen Umstellungen in der Pubertät nehmen Fettgehalt der Haut, Talgdrüsenaktivität und Dicke der Hornschicht zu. Poren verstopfen (Mitesser), werden mit Bakterien besiedelt und entzünden sich (Pickel). Im Extremfall entstehen dicke schmerzhafte Knoten, die nach einer Abheilung noch lange zu sehen sind oder sogar Narben hinterlassen.

 

Was kann man selber machen ?

Wichtig ist eine milde, aber regelmäßige Reinigung der Haut mit auf den fettigen Hauttyp abgestimmten Produkten. Wöchentliche Peelings können den Talgabfluss zumindest etwas verbessern.

Eine rückfettende Hautpflege ist nur zum Teil notwendig und im Idealfall antibakteriell ausgerichtet oder fruchtsäurehaltig.

Abdeckprodukte sollten als „nicht komedogen“ (= nicht mitesserbildend) getestet worden sein und nur in Maßen verwendet werden.

Unsere Kosmetikerinnen unterstützen Sie bei der Produktauswahl gern im Rahmen einer individuellen Hautfunktionsmessung und Pflegeberatung.

 

Therapie beim Hautarzt

 

Die hautfachärztliche Aknetherapie gründet sich auf 3 Säulen:

  • Reduktion von Bakterien
  • Verbesserung des Talgabflusses durch Reduktion der Hornschicht und Porenöffnung
  • Reduktion des Hautfettes

Die Reduktion von Bakterien erfolgt durch

  • Örtlich anwendbare Antibiotikapräparate
  • In schwereren Fällen durch einzunehmende Antibiotikapräparate
  • Akne - Lichttherapie

Die Verbesserung des Talgabflusses und Porenöffnung erfolgt durch

  • Örtliche Anwendung von Fruchtsäurepräparaten und –peelings
  • Örtliche Anwendung von Vitamin A-Säure-Derivaten
  • Microdermabrasion
  • In schweren Fällen durch systemische Gabe von Vitamin A-Säure

 

Die Reduktion des Hautfettes erfolgt durch

  • Bei Frauen spezielle Pillenpräparate
  • Vitamin A-Säure örtlich und systemisch

Die Verordnung von Medikamenten ist eine Seite der Behandlung, die zweite Seite stellt die persönliche konsequente Anwendung und Mitarbeit der Betroffenen dar. Akne ist keine Erkrankung, die in 4 Wochen ausheilt, sondern bedarf einer langfristigen vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Patient und Arzt.

 

Unterstützende physikalische Therapie

 

Unterstützende Maßnahmen der medizinischen Kosmetik besitzen einen außerordentlich hohen Stellenwert in der Aknetherapie und sind Bestandteil der geltenden Therapieleitlinien - daher erfolgt durch die meisten privaten Krankenversicherer auch eine Erstattung, wenn die Behandlung unter ärztlicher Aufsicht in einer Praxis ausgeführt wird.

Medikamente können nicht reinigen, nicht entspannen und sind kein Wohlfühlfaktor - und auch das gehört zu einer ganzheitlichen Behandlung.

Unsere kompetenten Kosmetikerinnen Frau Czerny und Frau Horn bieten Ihnen folgende unterstützende Maßnahmen bei Akne an:

  • klassische Ausreinigungsbehandlungen für Gesicht und Rücken
  • Microdermabrasion
  • Akne-Lichttherapie
  • Chemical peelings mit Frucht– und Salizylsäure
  • Microneedling bei Aknenarben (vom Arzt durchgeführt)